Maschinisten-Übung

An diesem Freitag stand die Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer auf dem Programm. Als Übungsobjekt diente die Erholungsanlage Annelsbacher Tal, in der ein Flächenbrand angenommen wurde. Da hauptsächlich der Einsatz der Feuerlöschkreiselpumpe von den Maschinisten geübt werden sollte, wurden alle Punkte von Vorbereitung über Einsatz bis hin zur Trockensaugprüfung beleuchtet.

Blick vom Feuerwehrfahrzeug aus auf den aufgebauten improvisierten Wasserwerfer, drei Personen schauen in Richtung des Wasserstrahls, der weit in die Höhe schießt.
Übung in der Erholungsanlage

Die Wasserentnahme erfolgte wie üblich über 4 Saugschläuche mit Saugkorb aus dem Annelsbacher See.

Um gefahrlos auch die maximale Leistung der Pumpe im Übungsbetrieb zu erfahren, wurde ein improvisierter Wasserwerfer aufgebaut.

In der Mitte ist der improvisierte Wasserwerfer zu sehen, der Wasserstrahl und dessen Wurfweite ist deutlich zu sehen. Im Vordergrund zwei Personen, die die Situation überwachen.
Die Wurfweite des Wasserstrahls ist beeindruckend

Eine heute gängige Feuerlöschkreiselpumpe, wie z.B. die PFPN 10-1000, also eine Portable Feuerlöschpumpe Normaldruck, die 1000 Liter bei 10 bar fördern kann, bietet eine komfortable Bedienung, z.B. kann sie automatisch die Saugleitung entlüften und selbständig in den Förderbetrieb umschalten, auch eine automatische Regelung des Ausgangsdrucks ist möglich.

Das beim improvisierten Wasserwerfer verwendete Mehrzweck B-Strahlrohr (BM-Strahlrohr) ermöglicht bei einem Druck von 5 bar einen Durchfluss von ca. 400 Litern pro Minute mit Mundstück und 800 Liter pro Minute ohne Mundstück. Dabei ergibt sich eine Wurfweite von ca. 25 bzw. ca. 30 Metern. Bei 10 bar sind es ohne Mundstück maximal ca. 1000 Liter pro Minute, eine beachtliche Leistung.

Vorne ist der improvisierte Wasserwerfer zu sehen, der einen starken Wasserstrahl abgibt. Dahinter stehen 4 Personen, im Hintergrund ist das Feuerwehrfahrzeug zu sehen.
Improvisierter Wasserwerfer im Einsatz

Anschließend wurde aufgeräumt und alles wieder im Fahrzeug verstaut, bevor die Übung dann beendet wurde.

Jede Übung hilft den ehrenamtlichen Einsatzkräften, ihre Arbeit weiter zu perfektionieren, damit im Ernstfall alles wie am Schnürchen funktioniert. Die Routine kommt nur durch viele Wiederholungen und Übungen, denn Einsätze wünschen wir uns alle nicht, aber wenn es notwendig wird, wollen wir so gut wie möglich darauf vorbereitet sein.